Warenkorbabbruch

Warenkorbabbruch beschreibt den Vorgang, bei dem ein Nutzer Produkte in den Warenkorb legt, den Kaufprozess beginnt, aber den Checkout nicht abschließt. Die durchschnittliche Abbruchrate liegt branchenübergreifend häufig zwischen 60 und 80 Prozent. Gründe dafür sind vielfältig: unerwartete Zusatzkosten, fehlende Zahlungsarten, zu viele Formularfelder, Ablenkungen, Misstrauen oder technische Probleme.

Psychologisch betrachtet entsteht ein Warenkorbabbruch oft aus Unsicherheit oder Reibung. Jede Irritation – wie versteckte Gebühren, komplizierte Registrierung oder unklare Lieferzeiten – erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer abspringt. Auch langsame mobile Performance wirkt sich stark aus.

Die Optimierung gegen Warenkorbabbruch umfasst Maßnahmen wie transparente Preisangaben, Gastbestellungen, klare Microcopy, vertrauensbildende Elemente (Siegel, Reviews, Sicherheitshinweise), smarte Formularlogik sowie eine klare Hierarchie der Call-to-Actions. Ergänzend helfen Reminder-E-Mails, Exit-Overlays und Remarketing, Nutzer zurückzuholen.

Ein professionelles Abbruch-Tracking zeigt genau, wo im Prozess Probleme auftreten. Händler, die diese Daten aktiv nutzen, senken ihre Abbruchquote deutlich und steigern direkt den Umsatz. Warenkorbabbruch zu reduzieren gehört deshalb zu den wichtigsten Hebeln im E-Commerce.